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Rubrik: People in Science & Technology
Brent D. Glass wird neuer Direktor des National Museum of American History
Zum neuen Direktor des National Museum of American History wurde der Historiker Brent D. Glass ernannt. Der 55jährige ist derzeit der executive director der Pennsylvania Historical and Museum Commission, der er bereits seit 25 Jahren angehört. Glass übernimmt seine neue Position mit Dezember 2002.
Das National Museum of American History gehört zu den Smithsonian Institutions in Washington, DC und ist unter anderem der Aufbewahrungsort für den Star-Spangled Banner der Originalversion der amerikanischen Flagge.
Die Position, die nun von Brent D. Glass besetzt wird, war seit einem Jahr vakant. Die Erwartungen in ihn sind äusserst hoch und er wird mit keiner leichten Aufgabe konfrontiert sein: das Museum wurde einer Evaluation unterzogen, deren Ergebnis war, dass es dem Museum an Klarheit und Fokussierung fehle. Vom neuen Direktor werden ausserdem Fundraising-Aktivitäten in Ausmass von ca. 300 Mio US$ erwartet. Auch intern werden die Management-Fähigkeiten von Glass gefordert sein: Gerade die Frage des Fundraising und der damit verbundenen Konsequenzen scheinen museumsintern konfliktträchtig zu sein. Rund um die Benennung von Räumlichkeiten nach Spendern einer in den USA üblichen Art der Anerkennung von Spendengeldern sind heftige Diskussionen ausgebrochen. Es geht auch um den Einfluss von Finanziers auf die Gestaltung der von ihnen finanzierten Ausstellungen.
Brent D. Glass wird als integrative Persönlichkeit beschrieben, dem neben höchstem fachlichem Niveau das berühmte Fingerspitzengefühl für den zwischenmenschlichen Umgang zugeschrieben wird.
Artikel in der Washington Post

David Satcher wird mit dem Sarnat Prize 2002 ausgezeichnet
Der heurige Rhoda and Bernard Sarnat International Prize in Mental Health wurde im Rahmen des jährlichen Treffens des Institute of Medicine (IOM) am 15. Oktober an David Satcher verliehen. Der Preis ist mit US $20.000,-- ausgestattet.
David Satcher ist Direktor des National Center for Primary Care at Morehouse School of Medicine, Atlanta, und war davor seit 1998 Surgeon General of the United States. Satcher wird hautsächlich für seinen Beitrag zum öffentlichen Verständnis von mental illness ausgezeichnet. Er hatte u.a. erstmals in seiner Funktion als Surgeon General einen Bericht über mental health herausgegeben.
Das Institute of Medicine bietet als private nonprofit Organisation health policy advice an und ist mittels eines Dekrets des US Kongresses der National Academy of Sciences zugeordnet. Der Sarnat Preis wird seit 1992 durch das Board on Neuroscience and Behavioral Health des IOM vergeben. Preisträger für den Sarnat Prize werden von IOM Mitgliedern, Dekanen medizinischer Universitäten und Fakultäten sowie Medizinern im Bereich der mental health vorgeschlagen.
Bericht des IOM
Thomas R. Insel wird neuer Direktor des National Institute of Mental Health (NIMH)
Voraussichtlich Mitte November wird Thomas R. Insel seine derzeitige Professur am Department of Psychiatry und seine Stellung als Direktor am Center for Behavioral Neuroscience at Emory University School of Medicine, Atlanta/Georgia gegen die neuen Aufgaben als neuer Direktor des National Institute of Mental Health (NIMH) tauschen.
Insel wird damit ein NIMH Budget in der Höhe von 1,3 Milliarden US $ verantworten. Mit diesen Geldern werden USA-weit Forschungen im Gesamtbereich von mental health unterstützt. Das NIMH hat seinen Sitz in Bethesda, Maryland, unweit von Washington, DC und verfügt auch über eigenen Forschungseinrichtungen. Einige Mediziner aus den Reihen von ASciNA sind am NIMH tätig.
Das NIMH war 1946 eines der ersten Institute im Gesamtkomplex der National Institutes of Health (NIH). Insel wurde am durch den Direkter des NIH, Elias Zerhouni ernannt und wird unter anderem am Aufbau eines Autismus-Forschungszentrums im Rahmen des NIMH arbeiten.
News Release des NIH
News Release des NIMH

Kathie Olsen und Richard Russell:
Neue Associate Directors am Office of Science and Technology Policy (OSTP)
Kathie Olsen, frühere Chief Scientist bei NASA, wurde zur neuen Associate Director for Science und Richard Russell, früherer Deputy Chief of Staff des House Science Committee, zum Associate Director for Technology am Office of Science and Technology Policy (OSTP) ernannt.
Im Science Portfolio von Kathie Olsen sind die Bereiche Umwelt, Life Sciences, Physik und Technische Wissenschaften ebenso wie Sozial- und Verhaltenswissenschaft sowie Erziehung. Der von Richard Russell übernommene Technologie-Bereich umfasst die Institute im Bereich von Technologie, Telekommunikation, Informationstechnolgie sowie Space Scieces und Aeronautik. Zusätzlich wird Russell Direktor für Telekommunikation und Technologie im National Economic Council sein.
Das OSTP wurde 1976 vom Kongress der Vereinigten Staaten gegründet und hat die Aufgabe, den Präsidenten sowie dessen Stab in nationalen und internationalen Fragen von Wissenschaft und Technologie zu beraten. Unter der Leitung von Dr. Marburger (vgl. Voices Bericht Nov. 2001 dazu) waren die Arbeitsbereiche des OSTP verstärkt dahingehend organisiert worden, um dem zunehmenden Bedarf an interdisziplinären Lösungsfindungen im Technologiebereich gerecht werden zu können.
Bericht in der Washington Post mit Bios

Julie Gerberding wird neue Direktorin des Center of Disease Control and Prevention (CDC)
Julie Gerberding wird die erste Frau an der Spitze des Center of Disease Control and Prevention (CDC) sein. Die 46-jährige ist in den USA eine anerkannte Expertin für infektiöse Krankheitenund und hatte sich in ihrer Funktion als Acting Deputy Director der National Center for Infectious Diseases während der Anthrax Vorfälle ausgezeichnet. Gerberding ist bereits seit 1998 als Direktorin der Division of Healthcare Quality Promotion bei CDC tätig.
Die Ernennung von Gerberding wurde am 3. Juli durch den Secretary of Health and Human Services, Tommy Thompson bekannt gegeben. Die Amtsperiode des letzten Direktors des CDC, Jeffrey Koplan, endete mit 31. März. Das CDC war bis zur Übernahme durch Gerberding für drei Monate führungslos. Während der Anthrax Vorfälle wurden immer wieder Vorwürfe gegen das CDC laut, wonach das Institut unkoordiniert vorgegangen wäre.

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