Herbst 2002
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Rubrik - Forschungsfinanzierung

Das Forschungsbudget 2003

Das F&E Budget 2003 ist zur Zeit noch Gegenstand der Verhandlungen in den entsprechenden Ausschüssen der beiden Kammern des U.S. Kongresses. Vor Herbst ist mit einer Verabschiedung des Bundeshaushaltsgesetzes der Amerikaner nicht zu rechnen. Als bemerkenswert ist allerdings schon jetzt die Entscheidung des Senats zu vermerken, die National Institutes of Health (NIH) mit einer Budgeterhöhung im Vergleich zu 2002 von 16 % zu bedenken, wodurch dann NIH tatsächlich seit 1998 das Budget verdoppelt haben würde.

Nicht weniger aufsehenerregend, dafür aber schon seit langem überfällig, ist die vom Senat beschlossene deutliche Erhöhung des Budgets der National Science Foundation (NSF), der zentralen Förderungseinrichtung für Grundlagenforschung in den USA. Einige Senatoren haben versprochen, sich dafür einzusetzen, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre, auch das Budget der NSF verdoppelt wird. Die 12%-ige Erhöhung des Budget für 2003 ist der erste Schritt in Richtung Erfüllung dieses Versprechens. Ein interessantes Detail des Senatsbeschlusses: drei wichtige nationale Ausbildungsprogramme für NachwuchsforscherInnen werden zusätzlich dotiert, damit die Gehälter der JungforscherInnen attraktiver gestaltet werden können. Die durch den Senatsausschuß ebenfalls beschlossene Verzögerung des Starts einiger Großforschungseinrichtungen bzw. –programme zeigt allerdings, dass NSF beim Management von Großforschungseinrichtungen nicht allzuviel zugetraut wird.

Die Beschlüsse des Senats sind - zumal im Rahmen der Senate-House Conference ein Kompromiß zwischen den oft sehr divergierenden Gesetzesentwürfen der beiden Häuser auszuarbeiten ist - nur vorläufiger Natur. Wir werden, wenn die Aufteilung der Forschungsgelder auf die verschiedenen Ressorts, Forschungseinrichtungen und Großforschungsprogramme bekannt sind, im Detail berichten.

In der Zwischenzeit empfehlen wir den interessierten LeserInnen die Website des AAAS R&D Budget & Policy Program, auf der sich regelmäßige Updates zum Budgetprozeß und detaillierte Analysen befinden:

Stiftungsausgaben für die Forschung – Tendenz steigend

Die Zuschüsse (grants) von Stiftungen, die in den USA nicht nur ein Eckpfeiler des Sozialsystems, sondern auch wesentliche Förderer von Forschung sind, sind auch im vergangenen Jahr – entgegen den allgemein pessimistischen Erwartungen - deutlich angestiegen. Dies geht aus einem Bericht des Foundation Center hervor. Ein prominentes Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit: Die Marcus Foundation des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von Home Depot kündigte an 3,9 Mio Dollar für ein Emergency Response Center am Center for Disease Control in Atlanta bereitzustellen, das eine zentrale Rolle in der Bekämpfung des Bioterrorismus spielen wird.

Spendeneinnahmen der Universitäten – Tendenz ebenfalls steigend

Einer Studie der Rand Corporation zufolge haben auch im akademischen Jahr 2000/2001 die Spenden von Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen an höhere Bildungseinrichtungen weiterhin zugenommen. Zwar war die Wachstumsrate mit 4.3 % deutlich geringer als die 13.7 % Zuwachs im Jahre zuvor, aber die Erwartungen waren aufgrund der schlechten Wirtschaftssituation deutlich gedämpft gewesen. Dieses Jahr führt wieder die Universität Harvard die Liste der erfolgreichsten 10 Fundraiser. An zweiter Stelle liegt die Universität Stanford, die Siegerin des Vorjahres.


.bundesministerium für bildung, wissenschaft und kultur
. bundesmonisterium für auswärtige angelegenheiten . bundesministerium für verkehr, innovation und technologie.
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31.10.2002
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