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Letter from the Editor
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In Zukunft wird der Letter from the Editor halten, was die englischsprachige Ankündigung verspricht die Einleitung und der gesamte Newsletter werden ab nächster Ausgabe von Inform@ion auf Englisch erscheinen. Dieser Veränderung ist eine lange Diskussion vorangegangen, in der wir die Für und Wider sorgfältig abgewogen haben. Argumente, wie jene, dass die deutsche Sprache doch ein identitätsstiftendes Merkmal auch des Netzwerks ist, sind gewichtig. Aus folgenden Gründen haben wir uns dennoch entschieden, Inform@ion demnächst auf Englisch zu veröffentlichen:
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- Wir können damit auch jene österreichischen Wissenschafter und Wissenschafterinnen informieren, die als Kinder oder Jugendliche in den Jahren von 1938 bis nach Ende des zweiten Weltkriegs aus Österreich fliehen mussten und in den USA eine neue Heimat fanden. Das OST steht mit etlichen WissenschafterInnen in Kontakt, die trotz der Vertreibung aus Österreich und ihrer vorwiegend in den USA verlaufenen wissenschaftlichen Karriere hohes Interesse an den Entwicklungen in Wissenschaft, Forschung und Technologie in Österreich haben.
- Wir erhalten zu einzelnen Beiträgen sehr oft Anfragen, ob die Texte nicht auch auf Englisch zur Verfügung stehen, da nicht-deutschsprachige WissenschafterInnen, z.B. amerikanische KollegInnen, an dem jeweiligen Thema interessiert sind.
- Inform@ion lebt nicht zuletzt von den Beiträgen österreichischer WissenschafterInnen, die Teil dieses Netzwerkes sind. Ich denke da etwa an den Beitrag von Michael Schlossmacher über das MD, PhD-Doppelstudium in der vergangen Ausgabe von Inform@ion oder Roland Vogls Artikel zum U.S.amerikanischen Technologierecht. Wir wollen derartige Beiträge in Zukunft auch verstärkt in der in vierteljährlichen Abständen erscheinenden Publikation Voices platzieren. Voices wird, da bereits jetzt ein Fünftel der AbonnentInnen aus dem europäischen Ausland stammt, ebenfalls englischsprachig erscheinen und sich an die an der U.S.-amerikanischen Forschungs- und Technologiepolitik interessierte Teilöffentlichkeit in Europa wenden. Dieses Vorhaben und der Umstand, dass der Großteil der ÖsterreicherInnen, die in den USA oder Kanada Forschung betreiben, in der Regel fast ausschließlich auf Englisch arbeiten, sind ein weiterer guter Grund, Inform@ion auf Englisch umzustellen.
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In den Sommermonaten gibt es eine weitere Neuerung: oft wurde und wird der Wunsch nach einer Datenbank oder einem Verzeichnis österreichischer ForscherInnen in Nordamerika geäußert. Im Juli ist es so weit - wir stellen eine Datenbank österreichischer ForscherInnen online. Die Gestaltung einer solchen Datenbank stellt eine wie wir in den vergangenen Monaten gelernt haben nicht zu unterschätzende Herausforderung dar. Eine Menge von Anforderungen, Erwartungen und Funktionalitäten muss unter einen Hut gebracht werden: grösstmögliche Sicherheit der Daten; Management-Tools, die die Bedürfnisse der ForscherInnen optimal befriedigen; ein Maximum an individuellen Entscheidungs- und Gestaltungsmöglichkeiten und vieles mehr.
Unser oberstes Ziel ist es, die Datenbank so zu gestalten, dass der Großteil der Handhabung der Daten von den betroffenen Personen selbst wahrgenommen werden kann, die Sicherheitsvorkehrungen aber so gestaltet sind, dass Missbräuchen und Belästigungen ein Riegel vorgeschoben ist. Die BenutzerInnen sollen auf diese Weise die Sicherheit haben, dass sie ein praktisches Service in Anspruch nehmen, ohne dabei das Risiko einzugehen, die Kontrolle über ihre persönlichen Adressdaten zu verlieren.
Konkret soll das Ganze so funktionieren: Parallel zur Online Stellung sämtlicher Daten, die das OST mit Ihrer Hilfe in den vergangenen zwei Jahren gesammelt hat, erhalten alle Personen, die in dieser Datenbank aufscheinen, ein Email mit einem individuellen Passwort und User-Name (beide können nach dem ersten Besuch der Datenbank geändert werden). Solange die user nicht in die Datenbank einsteigen, um ihre Einträge zu bearbeiten und freizugeben, bleiben die jeweiligen Einträge für Dritte gesperrt. Die user sowohl jene, die bereits vom OST voreingegeben wurden, als auch neue user können online Ihre Daten bearbeiten und entscheiden selbst über das Ausmaß der Freigabe der Daten an Dritte, indem sie zwischen verschiedenen Levels der Freigabe wählen. Folgendes Beispiel zur Verdeutlichung: eine frisch in Chicago angekommene Anthropologin trägt ihre Email Adresse, ihre Telefonnummern, Postadresse, ihr Forschungsgebiet und die Adresse der Institution, an der sie forschen wird, in der Datenbank ein. Sie tut dies, weil sie sicherstellen möchte, dass sie vom OST gezielt kontaktiert werden kann, wenn z.B. österreichische Wissenschaftsjournalisten Anthropologinnen suchen, die zu einem bestimmten Thema arbeiten. Da sie aber vermeiden will, dass sie von anderen Benutzern der Datenbank direkt kontaktiert wird, entschließt sie sich, ihre Email Adresse, Telefonnummer und Postadresse nicht für die Einsicht durch Dritte freizugeben. Durchsucht jemand nun die Datenbank nach AnthropologInnen im Raum Chicago wird dieser jemand zwar fündig, müsste aber die Kontaktaufnahme über das OST arrangieren.
Die Datenbank macht nur dann Sinn, wenn sie eine möglichst präzise Widerspiegelung der komplexen und von Person zu Person so unterschiedlichen Realität ermöglicht und gleichzeitig möglichst user-friendly bleibt, damit die BenutzerInnen darin auch das finden, was sie brauchen: der Mitarbeiter einer österreichischen Universitätsklinik, der auf der Suche nach Ansprechpartnern für eine Kooperation mit einer US-Klinik im Bereich der Dermatologie ist; die Teilchenphysikerin, die Los Alamos verlässt, um eine Stellung im Brookhaven Laboratory anzunehmen, und nun wissen möchte, ob es dort andere ÖsterreicherInnen gibt; der Chemiker, der nach vier Jahren an der Penn State dem Ruf an eine österreichische Universität folgen möchte und wissen will, wie es anderen ergangen ist, die nach vielen Jahren in den USA wieder in die heimische Forschung zurückgekehrt sind, etc..
Ein user der Datenbank ist natürlich das OST selbst. Wenn es in bestimmten Forschungsbereichen in Österreich interessante Chancen, Calls & Entwicklungen gibt, die wir österreichischen ForscherInnen in Nordamerika bekannt machen möchten; oder, wenn für eine bestimmte Stadt oder Region der Besuch österreichischer Delegationen (WissenschafterInnen, PolitikerInnen, JournalistInnen) ansteht, die gerne die österreichischen WissenschafterInnen kennenlernen würden in diesen und vielen anderen Fällen kontaktieren wir immer wieder ForscherInnen direkt. In unserer bisherigen Erfahrung hat sich gezeigt, dass die auf grosse Resonanz gestossen ist und davon alle Beteiligten enorm profitierten. Die online-Datenbank wird diese Möglichkeit für alle ForscherInnen im Netzwerk schaffen.
Die ersten Monate nach der Online-Schaltung werden zeigen, in welchen Bereichen Anpassungen und Nachbearbeitungen notwendig sein werden. Ich hoffe, dass Sie in dieser Phase und bis dahin Ihre Vorschläge, Anregungen und Ideen mit uns teilen, denn diese Datenbank ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines lebendigen Netzwerkes.
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P. Steger
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