Inform@ionen für die
österreichische Forschung
in Nordamerika
Newsletter Dez 2002/ Jan 2003
Österreichische Forschung in Nordamerika
Introductions
Netzwerk-Aktivitäten
News
Introductions
Funktion bei ASciNA
Gründungsmitglied des Kapitel Northwest
Dauer des USA-Aufenthaltes
seit September 1993
Wissenschaftsdisziplin und Spezialgebiet, akad.Grade

Dr. univ. med., Universitätsdozent für Bioanalytik am Institut für Analytische Chemie und Radiochemie der Universität Innsbruck.

derzeitige Forschungsschwerpunkte sind die Entwicklung von systembiologischen Arbeitsmethoden, Populationsgenetik, Klonieren von einfachen und quantitativen genetischen Merkmalen,Brust- und Ovarialkrebs, Beschreibung komplexer Reaktionswege

    • Associate Director des Stanford Genome Technology Center,
    • mehrere NIH Grants und Mitglied diverser NIH Study Sections,
    • Mitglied des New York State Panel for Faculty Development,
    • Konsulent und Mitglied von Scientific Advisory Boards einiger US Firmen,
    • Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des Österreichischen Genomforschungsprogrammes GENAU,
    • Erfinder von Denaturing High-Performance Liquid Chromatography, einer Methode zum raschen Nachweis von Mutationen, die an mehrere US Firmen, unter anderen Transgenomic, Varian, und Agilent lizensiert wurde
    Institution in USA/
    (if appl.:) Forschungsgrant
    persönliche Website und Website der Institution
    http://insertion.stanford.edu
    Was waren Ihre Beweggründe nach Nordamerika zu gehen?
    Die Herausforderung, in den USA wissenschaftlich kompetitiv bestehen zu können.
    Was müsste erreicht worden sein, damit Sie zum ersten Geburtstag von ASciNA sagen können, "das Engagement hat sich gelohnt"?
    Eine klare Definition der Inhalte und Ziele von ASciNA, mittel- bis langfristige Sicherung der finanziellen Mittel, um die Aktivitäten von ASciNA tragen zu können, Einigung über die Vereinsstatuten und freie Wahl der Repräsentanten von ASciNA, Anerkennung durch die Österreichische Akademie der Wissenschaften
    Wodurch unterscheidet sich ASciNA von anderen wissenschaftlichen Vereinigungen?
    Was ist für Sie das Besondere an ASciNA?
    Eine Beantwortung dieser Fragen ist derzeit nicht möglich, da sich die Gründungsmitglieder von ASciNA erst am Anfang einer Diskussion über Inhalte und Ziele der Organisation befinden. Persönlich hoffe ich, dass ASciNA dazu beitragen wird, dass Österreich die Infrastruktur seiner Forschungseinrichtungen verbessert und diese international öffnet, da nur so langfristig der hohe Lebensstandard und die Umwelt- und Kultur-Ressourcen des Landes gesichert werden können.
    Welchen Web-Link sollte man/frau sich auf keinen Fall entgehen lassen? http://www.ncbi.nlm.nih.gov/ für all jene, die in der biomedizinischen Forschung tätig sind. Weiters empfehle ich die Web-Links von Nature und Science.
    Peter Oefner, 42 ...
    ... und Tochter Hannah
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    Martin Nowak, 37
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    Funktion bei ASciNA
    --
    Dauer des USA-Aufenthaltes
    seit 1998
    Wissenschaftsdisziplin und Spezialgebiet, akad.Grade

    Professor für Mathematik, Professor für Biologie, Harvard University
    Mag.rer.nat, Dr.rer.nat, Vienna

    Martin Nowak studied biochemistry and mathematics at the University of Vienna, where he received his Ph.D. in 1989. His diploma thesis was with Peter Schuster on quasi-species theory and his Ph.D. thesis with Karl Sigmund on evolution of cooperation. In 1989, he went to the University of Oxford as 'Erwin Schroedinger' scholar to work with Robert May. In 1992, Nowak became a Wellcome Trust Senior Research Fellow and in 1997 Professor of Mathematical Biology. In 1998 he moved from Oxford to Princeton to establish the first program in Theoretical Biology at the Institute for Advanced Study.

    In 2003, he will move to Harvard University as Professor of Mathematics and of Biology. Nowak is interested in all aspects of applying mathematical thinking to biology. In particular, he works on the dynamics of infectious diseases, cancer genetics, the evolution of cooperation and human language. He has published about 200 papers.
    His first book, 'Virus Dynamics' (together with Robert May) was published by Oxford University Press, 2000. Nowak is a corresponding member of the Austrian Academy of Sciences. He won the Weldon Memorial Prize, the Albert Wander Prize, the Akira Okubo Prize and the David Starr Jordan Prize.

    Institution in USA/
    (if appl.:) Forschungsgrant
    Institute for Advanced Study; Program in Theoretical Biology
    persönliche Website und Website der Institution
    Was waren Ihre Beweggründe nach Nordamerika zu gehen?
    ein interessantes Angebot vom Institut for Advanced Study in Princeton
    Ich glaube dass es in der österreichischen Wissenschaftspolitik nicht darauf ankommen sollte, die Abwanderung ins Ausland zu verhindern, sondern dass man sich bemühen sollte mit den Abgewanderten in Kontakt zu bleiben und damit ein weltweites Netzwerk österreichischer Forscher aufzubauen. Für USA haben Philipp Steger und seine Mitarbeiter dafür einen ausgezeichneten Grundstein gelegt. Ich möchte Philipp Steger und dem Team des Office of Science and Technology in North America ganz herzlich zum Aufbau dieser phantastischen Webseite und des Forschernetzwerks gratulieren.

    Mein eigener Weg ging nach einem Studium der Biochemie und Mathematik an der Universität Wien nach Oxford, dann nach Princeton und nun weiter nach Harvard. Ich habe überall das Gefühl gehabt, zuhause zu sein. Wissenschaft ist international. Das ist auch mein Wunsch für Österreich. Man muss den hervorragenden Institutionen in Österreich mehr ermöglichen, ausländische Wissenschafter anzuziehen. Dafür sollte es spezielle Stipendien geben. Es sollte auch möglich sein, an den Universitäten reine Forschungskarrieren zu verfolgen wie es der Wellcome Trust oder die Royal Society in England ermöglichen. Dort sind das die attraktivsten Posten. In Österreich könnten der Forschungsförderungsfond und die Akademie ähnliche Programme aufbauen.
    Besonders interessant finde ich auch Einrichtungen wie das Erwin Schrödinger Institut, das jedes Jahr eine Gruppe internationale Spitzenforscher nach Wien bringt um gewisse Themen auf dem Gebiet der Mathematik und Physik zu untersuchen.
    Als ich ein Student in Wien war hatte ich oft das Gefühl: "ich muss weg". Die spannenden Projekte werden alle im Ausland gemacht. Jetzt weiss ich, das ist falsch. Mit grosser Bewunderung lese ich viele Arbeiten, die aus Österreich kommen. Auf meinem eigenen Gebiet, der mathematischen Biologie zum Beispiel, hat Österreich ganz hervorragende Beiträge geleistet. Begonnen hat alles mit Peter Schuster, der Karl Sigmund und Günter Wagner (derzeit an der Yale Universität) einsetzte. Der Ball lief weiter zu Josef Hofbauer, Reinhard Bürger, Walter Fontana (immer noch in Santa Fe), Peter Stadler (neuestens in Lepizig) und auch zu mir. Im Journal of Theoretical Biology gab es zu einer Zeit 4 von 20 Editoren aus Österreich. Auf diesem Gebiet sind wir vielleicht fast so gut wie beim Schifahren.

    Netzwerk-Aktivitäten
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    Kapitel ASCINA Pacific South: Berichte aus den Arbeitskreisen

    Florian Gstrein, Vorstand des Kapitels von ASCINA Pacific South, hat freundlicherweise die Protokolle aus den Arbeitskreisen zur Verfügung gestellt, die im Kapitel ASCINA Pacific South eingerichtet wurden. Ein executive summary der jeweiligen Workshops steht als pdf-file zum download zur Verfügung.

    DI Florian Gstrein freut sich über Feedback und Anregungen zu den Arbeitskreisen!




    Aktitivtäten von ASCINA-Pittsburgh, zusammengefasst von Prof. R. Heinisch

    Unter den Aktivitäten der Pittsburgh Gruppe möchte ich drei heraustreichen. In Zusammenarbeit mit dem Center for West European Studies/ EU Center der U.Pittsburgh und ASCINA/ Pittsburgh wurde Dr. Philipp Steger, Österreichischer Wissenschaftsattache zu einem Vortrag zum Thema "Science and Innovation Policy" im Vergleich Europa und USA eingeladen. Der äusserst stimulierende und gutbesuchte Vortrag stiess auf reges Interesse und dauerte entsprechend länger als urspünglich geplant. Unter den ZuhörerInnen befand sich auch der österreichische Konsul Dr. Edgar Braun sowie der bekannte Arzt und Wissenschaftler Dr. Peter Safar. Am Abend des selben Tages fand dann ein informelles Treffen und gemeinsames Abendessen der Pittsburger ASCINA Mitglieder statt, an dem auch Dr. Steger teilnahm. Bei diesem kam es zu einem regen Gedankenaustausch und es bot sich auch eine erste Gelegenheit der Pittsburgher ASCINA Gruppe zu einem gegenseitigen Kennenlernen.

    Durch den Vortrag wurden auch drei weitere ÖsterreicherInnen die zufällig von der Veranstaltung gehört hatten, zur Mitarbeit an ASCINA gewonnen. Besonders Dr. Safar soll hier erwähnt werden, der ein einem Rundschreiben an die Pittsburgh ASCINA Mitglieder über die umfangreiche Zusammenarbeit zwischen seinem Institut an der Universität Pittsburgh und österreichischen Institutionen berichtete. Letzlich war ASCINA Pittsburgh auch aktiv, zwei angehende ForscherInnen (eine Juristin, einen Mediziner), die sich zu Interview-Zwecken in Pittsburgh aufhielten, mit Rat und praktischer Hilfe zur Seite zu stehen (Visa Information, Ermöglichung einer Associate Research position, on-campus work, Kontaktvermittlung).

    Ein prinzipielles Problem des Kapitel Pennsylvania/Ohio ist, dass es geographisch einerseits recht weitläufig ist, es sich andererseits auf zwei Punke (Pittsburgh und State College/Penn State) konzentriert, die jedoch gut 3-4 Stunden Fahrt auseinander liegen. Ein Austausch zwischen den beiden Zentren war bislang nur auf elektronischem Weg möglich, jedoch wird sich das nach der Wahl (in Vorbereitung) und Konstitution eines ordentlichen Vorstandes ändern.


    News
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    Ariadne Press: Übersetzungen deutschsprachiger Literatur
    Der in California ansässige Verlag ARIADNE PRESS befasst sich ausschliesslich mit österreichischer Literatur. Er wurde gegründet, um österreichische Autoren und Autorinnen in den USA und anderen englischsprachigen Ländern einzuführen. Viele Namen von AutorInnen, die in Europa zum Kanon der Literaturgeschichte gerechnet werden, sind hier nicht bekannt. Neben Übersetzungen der Primärliteratur aus dem 19. aber vor allem aus dem 20. Jahrhundert gibt der Verlag auch Bücher über die AutorInnen ("Studies") heraus und eine dritte Reihe besteht aus Biographien, Autobiographien und Memoiren.

    Ein Besuch auf der WebPage www.ariadnepress.com wird viele an den einen oder den anderen Ihrer Lieblingsautoren erinnern. Eine weitere Webpage wird von der österreichischen Nationalbibliothek vorbereitet, die allerdings noch nicht vollstaendig ist.

    Das engagierte und recht umfassende Programm von Ariadenpress ist auf der webpage sehr übersichtlich in Kategorien eingeteilt und macht weitere Informationen sehr einfach. Vielleicht hält das verlockende Verlagsprogramm von Ariadnepress ja das eine oder andere Weihnachtsgeschenk mit persönlicher Note bereit!

    Ariadne Press
    www.ariadnepress.com
    270 Goins Court, Riverside, CA 92507, USA.
    Tel: 909 684 9202; Fax: 909 779 0449
    ariadnepress@aol.com (Jorun Johns)
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