Generalversammlung des Kapitels ASCINA Pacific South am 28. September 2002
Am 28. September 2002 fand in der Residenz des Österreichischen Generalkonsuls in Los Angeles die erste ordentliche Generalversammlung des Kapitels ASCINA Pacific South statt. Die sehr gelungene und von mehr als 50 Personen besuchte Veranstaltung wurde durch einleitende Worte des Gastgebers, Generalkonsul Mag. Peter Launsky-Tieffenthal, des interimistischen Vorstandes, Florian Gstrein, des Österreichischen Botschafters in den USA, Dr. Peter Moser, und des Wissenschaftsattachés, Dr. Philipp Steger, eröffnet. In ihren Reden wiesen alle Sprecher auf die bedeutende Rolle, die ASCINA bei der Vernetzung österreichischer WissenschafterInnen in den USA haben könne und den möglichen Einfluss auf die österreichische Wissenschaftspolitik hin.
Ein Hauptpunkt der Veranstaltung war die Wahl des Vorstandes des Kapitels ASCINA Pacific South. Florian Gstrein wurde zum Vorstand gewählt, Prof. Robert Schiestl und Dr. Axel Brait wurden zu seinen Stellvertretern bestellt.
Zukünftige Aktionen des Vereins wurden in Arbeitskreisen diskutiert, wobei der Schwerpunkt auf drei Kerngebiete gelegt wurde. Der erste Arbeitskreis, mit dem Titel Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft wurde von Prof. Robert Schiestl (UCLA Medical School) geleitet. Die Diskussion beschäftigte sich mit Aspekten, die bei der Firmengründung duch Wissenschafter, bei der Patentierung oder Lizensierung wissenschaftlicher Ideen und beim Aufstellen von corporate funding von Bedeutung sind. Im Laufe der Diskussion stellte sich heraus, dass sich in den Reihen von ASCINA Pacifc South Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft von beachtlichem Renomme befinden, welche die im Arbeitskreis diskutierten Konzepte jungen ASCINA Mitgliedern vermitteln können. Am 2. November findet eine erste informelle Veranstaltung statt, die sich diesem Themenkreis widmen wird.
Im Arbeitskreis Österreichische WissenschafterInnen in der Emigration unter der Leitung von Dr. Christoph Sonnlechner (UCLA Department of History), wurde entschieden, die historische Verantwortung wahrzunehmen und Kontakt mit österreichischen Wissenschaftern, die während und kurz nach dem Naziregime das Land verlassen mussten, aufzunehmen. Botschafter Dr. Moser und Lynn Reitnouer, ein Trustee der University of California at Santa Barbara, kennen eine Reihe prominenter Wissenschafter mit Österreich Bezug, die entweder selbst in die USA emigrierten oder sich wissenschaftlich mit dieser Problematik auseinandersetzen. Es wurde geplant, einen wissenschaftlichen Beirat zu diesem Thema zu bilden, andere Gruppen innerhalb ASCINAs und amerikanische Organisationen in diese Arbeiten einzubinden, und ein Symposium zu diesem Thema zu veranstalten.
Der dritte Arbeitskreis unter der Moderation von Dr. Axel Brait (Calhoun Vision Inc.) befasste sich mit dem Thema Mentorship Program. ASCINA soll im wesentlichen Kontakte zwischen etablierten österreichischen WissenschafterInnen in Nordamerika und WissenschafterInnen, die einen solchen Aufenthalt planen, knüpfen helfen. Zusätzlich sollten Wissenschafter, die wieder nach Österreich zurückgekehrt sind in dieses Programm eingebunden werden. Für die soziale Betreuung strebt ASCINA Pacific South auch Kontakte zum Austrian American Council an. Eine Datenbank, die österreichische WissenschafterInnen in Nordamerika erfasst, und eine Homepage, die vom Office of Science and Technologybetreut wird, sollen dabei erste Anknüpfungspunkte bieten.
Die Versammlung wurde durch eine Rede des österreichischen Handelsdelegierten in Los Angles, Mag. Hans-Christian Kügerl abgeschlossen, der auf die besondere Bedeutung einer Zusammenarbeit österreichischer WissenschafterInnen in den USA mit der österreichischen und amerikanischen Wirtschaft hinwies.
Ein herzliches Dankeschoen ergeht an Generalkonsul Mag. Peter Launsky-Tieffenthal und Vize-Konsulin Mag. Bita Rasoulian-Mahmoudi, sowie an Dr. Philipp Steger und das Office of Science and Technology fuer die Gastfreundschaft, die Mithilfe bei der Organisation der Veranstaltung und das Sponsoring.
Vielen Dank auch an alle Teilnehmer, die massgeblich durch ihre Mitarbeit und Anwesenheit zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben und hoffentlich auch in Zukunft weiterhin so aktiv an der Arbeit im Verein teilnehmen werden.
Für ASCINA Pacific South: Dr. Eva Rüba
Treffen ASCINA Pacific North in Palo Alto am 27. September 2002
Das erste ASCINA treffen in der Bay Area im Herbst fand am 27. September in Palo Alto statt. Philipp Steger vom OST in Washigton DC war extra für die ASCINA Veranstaltung nach Palo Alto gekommen und referierte über das Potential von ASCINA als österreichische und internationale Organisation österreichischer WissenschafterInnen.
Mit 24 TeilnehmerInnen aus allen Fachbereichen und Institutionen in der Bay Area hatten wir ein sehr breites Spektrum. Das OST hatte zu einem Essen in ein europäisches Lokal eingeladen, was sicher auch zum Erfolg des Abends beitrug. Im Zentrum stand aber die ganz klare Bereitschaft einer grossen Zahl von Anwesenden, sich aktiv für ASCINA einzusetzen und in unterschiedlichsten Bereichen beizutragen.
Eine kleinere Gruppe saß noch lange nach Ende der Veranstaltung zusammen und definierte einige wichtige Punkte die der Aufmerksamkeit bedürfen: Ausbau der ASCINA Website, Zugang zu Serviceleistungen, Zusammenarbeit bei der Durchführung von Veranstaltungen und der Information aller Mitglieder. In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass Florian Brody in Gesprächen mit Florian Gstrein von ASCINA Pacific South beschloss, die in Los Angeles geplanten Veranstaltungen zu den Themen Wissenschafter in der Emigration und Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam oder parallel durchzuführen. Die inhaltliche und organisatorische Unterstützung durch das OST ist für ASCINA speziell in der Anfangsphase von grosser Wichtigkeit; wir haben uns daher über den Besuch von Philipp Steger besonders gefreut.
Die nächste Veranstaltung von ASCINA Pacific North wird voraussichtlich am 8. November an der UC Berkeley stattfinden. Wir haben Peter Ertl, PhD UC Berkeley, Chemie, Prof. Karl Aiginger, Professor für Wirtschaftspolitik und Industrieökonomie an der Universität Linz und Industriereferent des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung, Wien, derzeit Gastprofessor in Stanford und ao. Univ.-Prof. Dr. Richard März, stv. Vorstand des Instituts für Medizinische Chemie, Uni Wien, auf Konferenzbesuch in San Francisco, eingeladen über ihre Fachbereiche aus der Sicht Österreich / USA sowie ihre Erfahrungen in der wissenschaftlichen Arbeit als Österreicher in den USA zu berichten.
Florian Brody für ASciNA Pacific North
Ankündigung: Termine ASciNA Boston bis Jänner 2003
Dr. Eva Schernhammer teilt mit, dass beschlossen wurde, den "2. Donnerstag im Monat" zum "ASciNA Donnerstag" zu ernennen. Damit ergeben sich folgende Termine bis Anfang Jänner: 14. November, 12. Dezember, 9. Jänner 2003. Geplant ist unter anderem die Fortsetzung der Seminare, in denen jeweils einer Person die Möglichkeit geboten wird, ihre Arbeit/ ihr Fachgebiet im Detail vorzustellen. Bis Jänner sind alle Termine diesbezüglich bereits vergeben.
Da im Herbst immer wieder neue Forscher andocken, wird gebeten, die Kontakte von ÖsterreicherInnen in Boston weiterzuleiten, damit unser Netzwerk weiter wachsen kann (an ASciNA Boston und das OST).
Für den 25.10. ist eine abendliche Veranstaltung zum Österreichischen Nationalfeiertag geplant. Genauere Details, auch über die Örtlichkeiten bzgl. der monatlichen Treffen (alternierend Cambridge, MGH, Longwood area), folgen zeitgerecht.
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